Geheimnisvoller Baum
Die Hunnen ritten nach Fürstenfeld
In der Sage heißt es, dass Attila der Hunnenkönig im Bachbett der Feistritz bei Fürstenfeld begraben sein soll. Angeblich soll Attila mit seinem Kriegsvolk von Osten kommend, entlang der Feistritz bis Kroisbach gezogen sein, wo er plötzlich verstarb. Seine Krieger beschlossen, ihn bei Fürstenfeld an einem Platz zu begraben, den danach niemand finden soll.
Attilas Grab liegt in der Feistritz bei Fürstenfeld
Attila, der Hunnenkönig, zog von Osten her über Ungarn in die Steiermark. Im heutigen Fürstenfeld machte der schreckliche König Station, wo er sich länger aufhielt. Die Hunnen waren klein von Wuchs und hatten auch kleine Pferde, mit denen sie sich schnell fortbewegen und leicht Sümpfe überqueren konnten. Sie steckten Dörfer in Brand und verwüsteten die Gegend.
Von Fürstenfeld aus zog das Kriegsvolk die Feistritz entlang und kam bis Kroisbach. Dort starb plötzlich und unverhofft ihr großer König Attila. Große Trauer herrschte unter den Kriegern und sie beschlossen, den König bei Fürstenfeld zu begraben. „Es soll an einem Platz geschehen, den danach niemand finden wird“, sagte einer der Führer.
Die Hunnen ritten nach Fürstenfeld und warben sechs Männer an, die die Beerdigung durchführen sollten. Diesen Männern trugen sie auf, über den Platz des verstorbenen Königs ewig zu schweigen: „Dann werden wir euch so belohnen, dass ihr nie mehr zu arbeiten braucht.“
Lange dachten die Männer nach, wohin sie den Leichnam bringen sollten. Die Feistritz hatte zu jener Zeit noch viele Nebenarme und in einen solchen wurde der Fluss dann auch umgeleitet. Im richtigen Flussbett hoben die Männer ein tiefes Grab aus, und Attila wurde in drei Särge gelegt. Einer der Särge war aus Gold, einer aus Silber und einer aus Bronze. Dann wurde Attila mit allen Särgen in sein Grab versenkt und mit Erde, Sand und Schotter überhäuft. Die Feistritz leiteten die Männer dann wieder in ihr altes Flussbett, in dem Attila vergraben lag. Vom Grab war nichts mehr zu sehen.
Nun gingen die sechs Fürstenfelder mit ihrem Anführer zurück nach Fürstenfeld, um ihren Lohn zu erhalten. Beim großen Stadttor hat man sie schon erwartet und ihnen sofort die Augen verbunden. Man sagte ihnen, die sei notwendig, da sie den Weg zur Schatzkammer nicht sehen dürften. Alle sieben Männer führten die Hunnenkrieger in einen Hof und erschossen sie dort.
Die Hunnen hatten ihr Wort gehalten, indem sie versprachen, dass die Männer nie mehr zu arbeiten brauchten. Und niemand, auch nicht das Hunnenvolk, wusste nun vom Grab ihres großen Königs Attila.
Station
14
Interessantes & Wissenswertes
Wo sich die Grabstätte Attilas befindet, weiß wohl keiner genau. Begib Dich in das Dunkle des Baumes, verharre ruhig und konzentriere dich auf dein Gehör. Lege dazu Dein Ohr an das im Inneren des Baumes befestigte Ohr. Wenn Du genau hinhörst, kannst Du vielleicht das Plätschern der Feistritz oder den Wind hören. Manche Besucher wollen auch die Stimme Attilas vernommen haben. Es gibt nun zwei Möglichkeiten Deinen Weg fortzusetzen. Entweder Du nimmst den steilen Ehpress - Steig nach oben oder Du gehst ein paar Schritte zurück vorbei an der Schatzkiste den leichteren Weg zur Ehpress - Warte.